Der tägliche Kommentar zum 21. September 2011
Written by Petra Sigrun Krubeck   
Thursday, 29 September 2011 09:38
Sept 21, 2011: Starhawk : Social Permaculture - Die Menschen sind das Problem und die Lösung

Es sind um Soziale Permakultur.  Erst ging es um die Organisation von Gruppen. Das gibt es das Prinzip Spinne als Bild für die hierarchische Struktur, wenn man ihr den Kopf abschlägt, dann stirbt sie. Und den Seestern als Bild für die Netzwerkstruktur, wenn man dem Seestern ein Bein abtrennt, dann wächst einer nach, oder das abgetrennte Bein wird zu einem neuen Seestern.

Weiterhin sollte man erkennen welche Muster/Normen es gibt und welche Interaktionen diese hervorrufen. Zum Beispiel gibt es in keinem Aufzug ein Schild auf dem steht: Bitte nicht sprechen und mit dem Gesicht Richtung Tür stehen, dennoch verhalten sich alle Menschen so. Was geschieht, wenn man diese Normen bricht? Was geschieht, wenn man im Aufzug spricht und sich den anderen vorstellt und nicht mit dem Gesicht zur Tür, sondern zu den Menschen steht?


Starhawk hat hier vier Stichworte auf einer Tafel angeschrieben.

1. Relationship - Beziehung
2. Diversity - Vielfalt
3. Feedback/conflict  - Rückmeldung/Konflikt
4. Feed what you want to grow – Nähre was wachsen soll

Die wichtigste Veränderung in der Permakultur zum bisherigen Denken ist die Abwendung von Dingen und die Hinwendung zu Beziehungen und Interaktionen. Es geht nicht um eine einzelne Pflanze oder Mensch, sondern um die Beziehung zwischen den Pflanzen oder Menschen.

Dem ethischen Grundsatz „People Care – Wohl des Menschen“ gehört ihrer Meinung stärker in den Vordergrund gerückt. Es gibt im Vergleich sehr viel mehr „Earth care“ und „Fair Share“.

Leider bin ich bei diesem Vortrag irgendwann geflohen, weil das Klimagerät zum einen so laut war, daß ich weiter hinten kaum was hören könnte und zum anderen saß ich mitten im eiskalten Luftstrahl. Der hätte mich gesundheitlich lahmgelegt, wenn ich noch länger geblieben wäre. (Starkhawk fand den Luftstrahl super, sie hat sich mitten reingestellt.)

Buchtipp: Im Herbst 2011 erscheint ihr neues Buch mit dem Titel Empowerment.

Sept 21, 2011 – Owen Hablutzel – Wasser und Veränderung in trockenen Systemen. Belastbarkeit &  Keylines Anwendung

Owen sprach in diesem Vortrag über fließende Gewässer, also nicht über Seen oder Grundwasser, sondern Flüsse. Ein Fluss hat drei Funktionen: 1 Wassertransport, 2 Sedimenttransport, 3 Energieumwandlung. Der Wassertransport wird bestimmt durch die Menge, die Dauer und den Zeitpunkt. Der Sedimenttransport entsteht aus Erosionsprozessen. Der Transport der Sedimente variiert stark. Die Sedimente könnten gelöst sein, rollen, schleifen oder hüpfen.

Beim Energietransport, so kann das Wasser vom Boden aufgenommen werden oder von Pflanzen und wird so in organischen Material verwandelt. Auch wird durch das natürliche Mäandern eines Flusses die Energie verteilt, wie bei einer Stahlfeder. So verändert sich das Flussbett ständig, es entstehenden Ablagerungen und Auswaschungen.

Diese drei Funktionen gemeinsam führen zu einem dynamisch stabilen Strömungsverlauf. Stabilität ist die Fähigkeit des Stromes sich über Zeit im Klima zu erhalten.

Weiterhin zeigt Owen auf, wie man instabile Flusssysteme z.B. durch Check Dams (Steine, die man an gezielten Stellen in den Fluss liegt) wieder dazu bringt zu mäandern, die Fließgeschwindigkeit zu verändern durch die Entstehung von Sandbänken oder die Nutzung des Flußbettes zu optimieren bevor Flussauen überschwemmt werden.

Das war ziemlich komplex aber sehr anschaulich erklärt anhand von Fotos und Graphiken.

Googletipp oder Buchtipps: Literatur von Dave Rosgen oder www.wildlandhydrology.com

Sept. 21, 2011

Den weiteren Tag habe ich vor allem dazu genutzt Kontakt zu knüpfen zu den europäischen Teilnehmern und Reklame für die European Convergence in Deutschland in 2012 zu machen.

Oder einfach bei einer Tasse Minztee das Gehörte zu verarbeiten.